Parodontologie

Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
Werden Zahnbeläge (Plaque) ungenügend entfernt, entzündet sich das Zahnfleisch. Es kommt zu einer Schwellung, Rötung und vermehrtem „Zahnfleischbluten“. Auch hormonelle Veränderungen (z.B. Schwangerschaft) und Medikamente (z.B. bei Epilepsie /Immunsuppression) können eine Zahnfleischentzündung mitverursachen bzw. verstärken.
Ziel ist es, diese Krankheit mittels professioneller Zahnreinigung und Mundhygieneinstruktion in den gesunden Zustand zurück zu führen.
Zahnbettentzündung (Parodontitis)
Die Parodontitis ist eine übertragbare Infektions-Erkrankung des Zahnhalteapparates (Zahnbett). Die Fasern, die den Zahn im Knochen verankern, werden zerstört. An Stelle dieses Faserapparats entsteht eine "Tasche", die mit Bakterien gefüllt ist und aus der sich eventuell Eiter entleert. Falls diese Krankheit lange unerkannt bleibt oder nicht behandelt wird, kann der Schwundprozess des Zahnhalteapparates so weit fortschreiten, dass der Zahn sich lockert und schliesslich ausfällt.

Ziel ist es, diesen Prozess aufzuhalten, indem man möglichst alle Bakterienbeläge entfernt. Dem Patienten wird gezeigt, wie er optimal die Bildung von neuen Belägen mittels Mundhygiene verhindern kann. In einigen fortgeschrittenen Fällen kann eine chirurgische Behandlung, der Einsatz von Laser oder Antibiotika angezeigt sein. Entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Parodontitis-Behandlung sind die regelmässigen Kontrollen und Dentalhygienesitzungen.
Kosten bei Zahnfleischentzündung und Parodontitis
Die Kosten für Prophylaxe bzw. Dentalhygiene richten sich nach der Behandlungszeit, ob Röntgenbilder fällig sind und ob eine Untersuchung durch den Zahnarzt angezeigt ist. Ist eine Behandlung durch den Zahnarzt angezeigt orientieren wir Sie gerne individuell über die zu erwartenden Kosten.
Wissenswertes für Sie
Fragen rund um die Parodontologie
Die Parodontitis ist eine übertragbare Infektions-Erkrankung des Zahnhalteapparates (Zahnbett) verursacht durch Bakterien. Die Fasern, die den Zahn im Knochen verankern, werden zerstört. Anstelle dieses Faserapparats entsteht eine "Tasche", die mit Bakterien gefüllt ist und aus der sich eventuell Eiter entleert. Falls diese Krankheit lange unerkannt bleibt oder nicht behandelt wird, kann der Schwundprozess des Zahnhalteapparates so weit fortschreiten, dass der Zahn sich lockert und schliesslich ausfällt.
Ein Laie kann nur sehr schwer erkennen, ob eine simple Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder eine Parodontitis besteht. Meist ist die Krankheit nicht schmerzhaft. Es bedarf einer professionellen Diagnose durch einen Zahnarzt oder eine Dentalhygienikerin. Diese können mit geeigneten Instrumenten und Tests feststellen, ob und wie stark Ihr Zahnhalteapparat befallen ist.
Anzeichen für eine Parodontitis sind:
- geschwollenes, gerötetes, schnell blutendes Zahnfleisch, allfälliger Eiter
- der Verlauf des Zahnfleisches kann weniger „girlandenförmig“ sein
- Lockerung der Zähne mit erhöhter Beweglichkeit
- langfristig Zahnfleischrückgang-> optische Verlängerung der Zähne
evt Mundgeruch
Um den Prozess aufzuhalten, muss erst die korrekte Diagnose gestellt und anschliessend die entsprechend richtige Therapie geplant und durchgeführt werden. In den allermeisten Fällen kann mit regelmässiger Dentalhygiene und Mundhygieneinstruktion der Prozess gestoppt und Gesunde Verhältnisse erhalten werden. In seltenen Fällen sind weitere diagnostische und therapeutische Massnahmen angezeigt (z. B.. Bei Vorliegen einer speziellen Konstellation der Bakterien im Mund oder genetischer Vorbelastungen und gewissen allgemein Erkrankungen/Syndromen).
Grundsätzlich ist die regelmässige Prophylaxe das Fundament für gesunde Zahnfleischverhältnisse. Durch die professionelle Reinigung und Instruktion, werden Sie befähigt selbst für gesunde Verhältnisse zu sorgen. Allfällige Schäden werden früh erkannt, sodass, sofort Massnahmen zur Behebung dieser ergriffen werden können.
Zusätzlich empfehlen wir eine weiche Zahnbürste (idealerweise eine Schallzahnbürste), welche ohne Druck geführt wird und nicht rotiert.
Die tägliche Zahnzwischenraumreinigung und die Verwendung einer desinfizierenden Spülung helfen zusätzlich die Gewebe gesund und straff zu halten.
Achtung: Piercings im Mund können Rezessionen (Zahnfleischrückgang) lokalisiert stark begünstigen.
Parodontitis ist in der Regel nicht im klassischen Sinn «heilbar», aber sie kann sehr gut behandelt und langfristig stabilisiert werden. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu stoppen, die Bakterienbelastung zu reduzieren und den weiteren Abbau von Zahnfleisch und Knochen zu verhindern.
Wichtig ist eine frühzeitige Diagnose durch den Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin. Danach werden Zahnstein, Beläge und Bakterien auch in tieferen Zahnfleischtaschen entfernt. Zusätzlich spielen die tägliche Mundhygiene zu Hause und regelmässige Dentalhygiene-Termine eine zentrale Rolle.
Bereits verlorener Knochen bildet sich meistens nicht vollständig zurück. Mit der richtigen Behandlung und regelmässiger Kontrolle können die eigenen Zähne aber oft lange erhalten bleiben.
Zahnfleischbluten ist häufig ein Zeichen für eine Entzündung des Zahnfleisches. Diese entsteht meist durch Zahnbelag, der sich am Zahnfleischrand oder in den Zahnzwischenräumen ansammelt. Die Bakterien im Belag reizen das Zahnfleisch, wodurch es empfindlich wird und beim Zähneputzen oder bei der Reinigung mit Zahnseide bluten kann.
Wichtig ist: Hören Sie nicht auf zu putzen, nur weil das Zahnfleisch blutet. Gerade dann ist eine gründliche, aber schonende Reinigung besonders wichtig. Wenn das Bluten regelmässig auftritt, länger anhält oder zusätzlich Schwellungen, Mundgeruch oder Zahnfleischrückgang dazukommen, sollte die Ursache zahnärztlich abgeklärt werden.
So kann früh erkannt werden, ob es sich um eine einfache Zahnfleischentzündung oder um eine beginnende Parodontitis handelt.
Bei Parodontitis sind regelmässige Kontrollen besonders wichtig, damit die Entzündung unter Kontrolle bleibt und ein weiterer Abbau von Zahnfleisch und Knochen möglichst verhindert werden kann.
Wie häufig eine Kontrolle oder Dentalhygiene nötig ist, hängt vom Schweregrad der Parodontitis, der Tiefe der Zahnfleischtaschen, der Mundhygiene zu Hause und weiteren Risikofaktoren ab. Häufig sind Termine alle drei bis sechs Monate sinnvoll. Bei ruhigem Verlauf können die Abstände später angepasst werden.
Unser Team vom Zahnarzt am Schwanenplatz legt das passende Intervall individuell mit Ihnen fest und begleitet Sie langfristig dabei, Ihre Mundgesundheit zu erhalten.
